Newsletter:

Uckerfelde

Kirche in Falkenwalde

Ortsteil Bertikow Bertikow ist ein Dorf mit etwa 200 Einwohnern, einer Zahl, die seit vielen Jahren etwa gleich geblieben ist. Das Dorf liegt an zwei Seen. Damit ist Baden im Ort möglich. Der Badestrand wird von der Gemeinde instandgehalten und hat über den Sommer eine Bewirtschaftung. Verkehrstechnische Einbindung Bertikow liegt nahe der Bundesstraße B198 zwischen Prenzlau und der Abfahrt Gramzow, der Bundesautobahn A11. Bis zur Autobahnabfahrt Gramzow sind es 6 km und vom Dorf bis zur B 198 2 km, also eine günstige Anbindung an das Straßennetz. Alle Straßen im Ort, nach Prenzlau und zur Autobahn befinden sich in sehr gutem Zustand. Geschichtliches/Sehenswürdigkeiten Bertikow ist ein Dorf mit einer langen Geschichte. Nach Bodenfunden zu urteilen, ist die Stelle von Bertikow schon in slawischer und germanischer Zeit besiedelt gewesen. 1993 konnte die 750-Jahr-Feier begangen werden. Bis 2001 war Bertikow selbständige Gemeinde, musste sich dann wegen der brandenburgischen Gemeindegebietsreform mit drei anderen Dörfern zur Gemeinde Uckerfelde zusammenschließen und ist nun ein Ortsteil von Uckerfelde. Sehenswert ist die evangelische Kirche im Dorf, errichtet im 13. Jahrhundert. Sie wird gerne fotografiert, weil sie mit ihrem Feldsteingebäude und dem sehr guten Erhaltungszustand einen reizvollen Anblick bietet. Ortsteil Bietikow Geschichtliches / Sehenswürdigkeiten Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde Bietikow war um 1214 unter dem Namen Bitcowe. Der Ort ist aus einer jungslawischen Siedlung am Haussee hervorgegangen. Seit 1471 entwickelte sich in Bietikow ein Rittergut, welches heute wieder von der Familie von Arnim bewirtschaftet wird. 1573 gab es bereits Schulzen, einen Schmied und einen Hirten im Dorf. 1775 wurden in dem Kirchendorf Bietikow eine Schäferei, 17 Bauern und 42 Feuerstellen erwähnt. 1801 befanden sich im Dorf eine Schmiede und ein Krug. Im Jahre 1900 gab es 4 Bauern, 5 Landeigentümer, eine Schmiede, einen Lehrer und einen Chausseeaufseher. Nach Kriegsende 1945 fanden hier 37 landlose und landarme Bauern, Landarbeiter und Umsiedler ein neues Zuhause. Ortsteil Falkenwalde Geschichtliches / Sehenswürdigkeiten Folgen Sie mir auf einer Tour mit dem Fahrrad durch unsere ursprünglich vier Dörfer, die seit 2001 als Ortsteil zu Uckerfelde, einer neu geschaffenen Gemeinde, gehören. Starten wir in Weselitz, das dicht an der B 198 liegt, dort können Sie gleich Ihr Auto abstellen. Der Ort wurde 1200 gegründet, und vom einstigen Gut ist nur noch wenig zu erkennen. Es steht auf der linken Seite das alte Gutshaus, das aber durch einen Umbau zu einem Mehrfamilienhaus wurde. Sehenswert, wenn auch leider sehr baufällig, ist die frühgotische Kirche von Weselitz. Nehmen Sie sich die Zeit und gehen Sie einmal um das aus Feldsteinen und Ziegeln gebaute Gotteshaus herum. An der Südseite gibt es einen Granitstein mit Schachbrettmuster, der nicht leicht zu finden ist. Übrigens, die Turmspitze wurde nicht im Krieg beschädigt, sondern durch einen Sturm im April 1986 aus ihrer Verankerung gerissen und wurde wegen Einsturzgefahr einige Tage später abgetragen. Einige Meter nach der Kirche ist noch das ehemalige alte Schulhaus erhalten. Ein schlichter Bau auf einem Feldsteinfundament mit einem hölzernen Eingangsbereich. Folgen Sie der Hauptstraße und Sie haben auf der rechten Seite einen schönen Ausblick über ein Feuchtgebiet, das die Ackerfläche unterbricht. Es zieht sich fast bis Falkenwalde hin und ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit, die unsere Landschaft prägte. Hier können Sie mit etwas Glück Fasanen, Wildgänsen mit Küken oder, in der Nacht, dem Dachs oder dem Marderhund begegnen. Nach ca. 2 km erreichen wir die A 20 und haben auf der Brücke einen ersten Blick auf Falkenwalde, das 1375 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Wenn wir in den Ort hineinfahren, sehen wir auf der Höhe der zweiten Seitenstraße Reste des alten Dorfangers. Dort steht das Kriegerdenkmal. Gegenüber sehen wir das alte restaurierte Gemeindehaus und einige liebevoll hergerichtete Privathäuser. Nicht weit davon entfernt steht das ehemalige Schulhaus von Falkenwalde, ein Backsteinhaus, das bis vor einigen Jahren als Konsum genutzt wurde und jetzt in privatem Besitz ist. Wenn wir uns umwenden, blicken wir auf die Kirche von Falkenwalde. Ein gotischer Feldsteinbau mit Wandmalereien aus der Zeit vor der Reformation. Ein aus Granit gehauener Taufstein, der im Oberteil mit einem Randbogenfries geschmückt ist. So kann die Entstehung auf die Zeit um 1250 festgelegt werden. Die mit Schnitzereien geschmückte Kanzel datiert vor 1750, und die Barockorgel stammt aus dem Jahr 1770. Wenn wir der Hauptstraße folgen, geht es vorbei am Löschteich mit dem bewohnten Storchennest und einigen alten Häusern, an schnatternden Gänsen bis zum Abzweig nach Kleinow. Dort steht ein alter Meilenstein, und wir können die ersten Häuser von Kleinow sehen. An Neubauernhäusern und einigen Lücken in der Häuserreihe, die auf neue Besitzer warten, vorbei fahren wir bis zur BMX-Bahn, dort beginnt der alte Ortskern von Kleinow. Gegenüber der BMX-Bahn ist das alte Schulhaus von Kleinow, das jetzt als Kindergarten und Klubhaus genutzt wird. Kleinow war um 1860 ein selbständiger Gutsbezirk, dessen Ländereien ab 1949 enteignet und an landlose Bauern und Umsiedler verteilt wurden. Vom alten Gutshof sind noch einige Gebäude erhalten. Schon vom Kindergarten aus können wir das Spritzenhaus erkennen. Es befindet sich neben der Bushaltestelle und wird als Außenstelle der Heimatstube genutzt und hat die gleichen Öffnungszeiten. In dem Lehmziegelbau finden wir landwirtschaftliches Gerät. Gleich daneben ist der ehemalige Pferdestall, der den nördlichen Teil des Gutshofes bildet, sowie ein Speicherhaus, in dem früher das Getreide geschrotet wurde. Beide Gebäude sind aus Feldsteinen und Ziegeln gebaut und stehen zum Verkauf. Nebenan sehen wir das Gutshaus von Kleinow. Es wurde lange als Gemeindehaus genutzt, 1987 wurde Wohnraum benötigt und dort Wohnungen gebaut. In einer dieser Wohnungen ist seit 2002 die Heimatstube, in der einiges aus vergangenen Zeiten zu besichtigen ist. Dort können wir uns auch Aufnahmen des Gutshofes sowie ein Modell ansehen. Geöffnet ist die Heimatstube von Mai bis Oktober Sonnabend und Sonntag von 15.00 bis 18.00 Uhr oder nach Anmeldung Tel.39858 8083. Der Grund des Teiches ist gepflastert und hatte früher ein nicht so steiles Ufer. Er diente als Pferdeschwemme, bis er in den achtziger Jahren zu einem Löschteich umgebaut wurde. Gegenüber dem Pferdestall, gleich an der Ecke des Gutshofes, sehen wir ein kleineres Gebäude, das als Eiskeller diente. Im Winter wurden dort Eisblöcke eingelagert, die bis in den Sommer hinein auf dem Gut die Lebensmittel frisch hielten. Nachdem wir uns ein wenig am Rastplatz auf dem Gutshof ausgeruht haben, fahren wir ca. 2 km auf dem Feldweg am Gutshaus weiter bis nach Neukleinow. Wir überqueren eine asphaltierte Straße und sehen bald darauf die ersten Häuser. Kurz nach dem Ortseingang gibt es auf der rechten Seite wieder eine Möglichkeit zur Rast. Herr Willi Wever hat an dieser Stelle viele Mahlsteine, die bei Ausgrabungen und bei der Feldarbeit gefunden wurden, zusammengetragen und ein kleines, jederzeit zugängliches Freilandmuseum errichtet. Ein Haus aus Lehmziegeln mit alten Geräten ausgestattet, und ein Backofen sind zu sehen. Eine Pause, die Gelegenheit gibt einmal auszuprobieren, wie schwer es ist, Getreide auf diese Art zu mahlen. Gleich danach führt uns unsere Tour auf den Dorfplatz mit alten landwirtschaftlichen Geräten immer auf der gepflasterten Straße entlang durch den Ort zu einem weiteren Feldweg. Wir überqueren die Autobahn und sind kurz darauf am Kleinowsee. Sollten Sie keine Badesachen im Gepäck haben, werden Sie das jetzt bereuen, denn das Wasser ist von guter Qualität, und das Ufer hat eine Badestelle. Erfrischt können wir uns auf den letzten Teil unserer Fahrt machen. Auf dem Weg vorbei am See fahren wir wieder zurück nach Weselitz. Vielleicht geht es Ihnen wie uns, wir haben hier eine neue Heimat gefunden und nicht bereut, die Großstadt verlassen zu haben, es würde mich freuen! Verfasser B. Richter aus Kleinow Ortsteil Hohengüstow Geschichtliches Hohengüstow, bis um die Jahrhundertwende Güstrow, erscheint zum ersten Mal 1365 in einer Urkunde des Knappen Heinrich von Unsheyn. Der 30jährige Krieg hatte die 1624 vorhandenen 11 Bauern und 10 Kossäten furchtbar gelichtet. Nach der Überlieferung blieben 2 Bauern und 2 Kossäten im Ort. 1805 hatten sich bereits wieder 9 Ganz-, 2 Halbbauern, 3 Ganzkossäten, 4 Bündel, ein Fischer und ein Schmied angesiedelt. Eine große Veränderung erfuhr Hohengüstow in den 30er Jahren des Jahrhunderts. Das gesamte Gelände östlich der B198 wurde vom Grafen Wilhelm von Armin an die Landgesellschaft "Eigene Scholle" Frankfurt/Oder verkauft. Die Gesellschaft teilte das Land auf und ließ Siedlungshäuser errichten. Rund 15 Familien, vorwiegend aus dem Raum Baden-Würtenberg, bauten sich hier eine neue Existenz auf. Sehenswürdigkeiten Bachsteinkirche Mit dem Bau der Autobahn wurden an der Abfahrt zur B198 für die Angestellten und Arbeiter des Betriebes, für damalige Verhältnisse äußert moderne Wohnhäuser errichtet. Nach den Ende des 2. Weltkrieges durchlief dieser Ort die typische Entwicklung der meisten Dörfer in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR.